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Ilford stellte auf der Photokina im September 2018 gleich fünf neue Produkte vor, die für Anhänger feiner und ausgefallener Papiere interessant sein dürften.
Bei der ersten Kontaktaufnahme mit den neuen Papieren fällt zunächst das neue Verpackungsdesign der Papierschachteln auf, das sich augenscheinlich an die Aufmachung vergangener Tage anlehnt.
Auch bei der Namensgebung der neuen Papiere hat sich Ilford um gefällige und unverwechselbare Bezeichnungen bemüht und sie in der Folge Medina, Cotton Sonora, Gold Fibre Pearl, Crystal Gloss und Lustre Photo Duo genannt.

Ilford Medina

Das Ilford Medina ist ein mattes Papier mit eindeutiger Textur und einem Flächengewicht von 320g/m2. Es wird aus Baumwollhadern hergestellt, verfügt über eine alkalische Reserve und ist frei von Säuren und optischen Aufhellern. Das Letztere bedingt den leicht gelben Farbton des Papiers, der einen warmen Bildton bei den Drucken erzeugt.
Das Papier hat einen trockenen, aber weichen Griff; die Haptik empfinde ich als angenehm.
Das Profilierungstarget zeigt leuchtende Farben und einen guten Kontrastumfang des Papiers. Nahe beieinander liegende Dichtebereiche werden sauber voneinander getrennt. Eine Eigenschaft, die eine gute Zeichnung sowohl in den Schatten, als auch in den Lichtern eines Bildes verspricht. Das Papier kann auf Canon LFP-Drucker mit der maximal auswählbaren Tintenmenge bedruckt werden, was ein tiefes Schwarz mit hoher Dichte im Print bedeutet.

Ilford Cotton Sonora

Das Sonora ist nach einer Provinz im amerikanischen Westen benannt, dennoch ist die Oberfläche des Papiers weder wild noch stark texturiert. Ganz das Gegenteil ist beim Ilford Cotten Sonora der Fall, denn es ist optisch angenehm glatt und weich im Griff. Ebenso wie das Medina, ist auch das Sonora frei von optischen Aufhellern, daher ist das Papierweiss eher gelblich, als reinweiss.

Auch beim Sonora zeigt das Profilerungstargetarget leuchtende Farben und einen guten Kontrastumfang. Nahe beieinander liegende Dichtebereiche werden, wie beim Medina, sauber voneinander getrennt, so dass eine gute Zeichnung sowohl in den Schatten, als auch in den Lichtern eines Bildes erreicht wird. Das Papier kann auf Canon LFP-Drucker mit der maximal auswählbaren Tintenmenge bedruckt werden, was ein tiefes Schwarz mit hoher Dichte im Print bedeutet.

Ilford Gold Fibre Pearl

Das Ilford Gold Fibre Pearl mutet dem eines analogen Barytpapiers an, ohne jedoch mit der namensgebenden Substanz dieser Gattung Papiere, dem Bariumsulfat, versehen worden zu sein. Der Träger des Papiers besteht zu 100% aus Zellulose und ist frei von optischen Aufhellern. Der Farbton des Papiers ist trotz des Fehlens optischer Aufheller nicht zu gelblich, sondern entspricht eher dem eines „natürlichen“ Weisstons.
Der seidenglänzende Strich (Oberfläche) harmoniert ausgezeichnet mit der Textur des Papiers, die amorph und natürlich erscheint.

Ilford Crystal Gloss

Das Ilford Crystal Gloss gehört zu der Gattung der Metallic Papiere, ohne jedoch zu metallisch zu wirken. Es erinnert mit seiner Tiefe und Brillanz an die Diapositivpapiere Ilfords aus dem Cibachromverfahren, welches in seiner Zeit für lebendige und satte Farben sorgte.
Mit 290 Gramm pro Quadratmeter vermittelt das Polyethylen beschichtete Papier eine hohe Wertigkeit, die von der hochglänzenden Oberfläche noch unterstrichen wird. Im Gegensatz zu dem immer noch erhältlichen Metallic Gloss, hat das Crystal Gloss einen brillanteren Glanz und einen weniger ausgeprägten Metalliceffekt. Es ist eher ein Perlmuteffekt, der das Erscheinungsbild des Crystal Gloss Papiers ruhiger und geschlossener wirken lässt.

Ilford Lustre Photo DUO

Last but not least, komplettiert Ilford mit dem beidseitig bedruckbaren PE-Papier „Lustre Photo Duo“ sein Inkjet Portfolio.
Die Bezeichnung Lustre halte ich für das 330g/m2 schwere Papier jedoch für etwas irreführend, denn die sanft schimmernde Oberfläche erinnert mich an eine satinierte Fläche. Daher wäre es für mich eher ein Satin DUO, aber gut, das Papier muß gefallen und nicht die Bezeichnung.
Der Weisston kann als reinweiss mit einem Hauch Kühle beschrieben werden, die LAB-Werte von 93,5, 1,2 und -8,3 sprechen ebenfalls für diesen Eindruck.